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Wettbewerb "Rekonstruktion der Mittelschule 'Barbara Uthmann' einschliesslich Sporthalle und Aussenanlagen
in Annaberg-Buchholz" - 3. Preis

Die Stadt Annaberg-Buchholz unterhält mehrere Schulen. Inmitten des Anfang der 80iger Jahre errichteten Wohngebiets befindet sich die "Barbara-Uthmann-Schule". Der Schulbau zu dieser Zeit in der DDR war auf das Minimum reduziert und bis ins letzte Detail durch Typennormen erfasst.

Das hier zur Bearbeitung ausgeschriebene Gebäude gehört zum Schultyp "Chemnitz", welcher im heutigen Regierungsbezirk Chemnitz mehr als 100 mal errichtet wurde.

Durch die positiven Ergebnisse der Stadt Annaberg-Buchholz bei durchgeführten Architekten-wettbewerben, sollte im Rahmen eines Einladungswettbewerbs Ideen für eine Rekonstruktion dieser Schule gesammelt werden. Der 1. Preis wird zur Realisierung vorgeschlagen.

Von den insgesamt acht eingereichten Arbeiten, die durchgängig eine hohe Qualität aufweisen, konnten wir als Arbeitsgemeinschaft Geißler/Förster/Oßmann den 3. Preis erreichen.

Anicht Hofseite Bestand
Hofansicht
Die Plattenbaufassade mit den durchgehenden Fensterbänder wird an der "Rückseite" gegliederte Lochfassaden- und Glaselemente aufgelockert. Die Farbgebung in blau-orange ist ein erfrischender Farbtupfer in einer ergrauenden Umgebung.
Perspektive Hofansicht
Fußgängerzone Bestand
Die städtebauliche Situation vor der Schule folgt der damaligen Auffassung in der DDR von weiten Räumen und riesigen Boulevards. Der Mensch kommt sich verloren vor und bewegt sich nur am Rande. Um diese Situation zu verbessern, wurde im Rahmen des zur Verfügung stehenden Gebiets der öffentliche Bauteil "Mensa" in den Straßenraum hineingebaut.
Eingang Bestand
Perspektive Fußgängerzone
   
Die bestehende Schule hat wohl einen mittleren Eingang, die Treppenhäuser befinden sich aber an den Giebelseiten. Anordnung, Dimension und Ausführung sind für eine Schule völlig ungeeignet. Treppenhaus Bestand
Innenraumperspektive
Funktionszuordnung
Der Mittelbereich wird aufgeweitet und eine zentrale Treppe verbindet die vier Geschosse im Kommunikationsmittelpunkt. Die Mensa mit Pausenraum im vorgeschobenen Anbau wird im ersten Obergeschoss angeordnet und ist damit zentral in der Geschossigkeit als Treffpunkt erreichbar. Klassenzimmer, Fach- und Nebenräume werden um diese durchgehende Mittelachse sinnvoll gruppiert. Im Eingangsbereich des Erdgeschosses wird ein Internet-Café auch für externe Bewirtschaftungmöglichkeit geschaffen.
Isometrie Geamtanlage
Sporthalle Bestand

Zur Wettbewerbsaufgabe gehörte auch zu untersuchen, ob die bestehende Sporthalle weitergenutzt werden kann, oder ob eine den Anforderungen gerechte neue Halle errichtet werden sollte. Dies ist vor allem mit Hinblick auf die Finanzierbarkeit des Vorhabens von Belang. Im Ergebnis wollten schließlich alle Wettbewerbsteilnehmer eine neue Sporthalle errichten.

Bei der von uns vorgeschlagenen Lösung ist eine abschnittsweise Realisierung des Gesamtprojekts möglich. Nach Rekonstruktion des Schulgebäudes kann vorerst die alte Sporthalle weitergenutzt und in einem späteren Schritt neu errichtet werden.

Der Schulhof untergliedert sich in Pausenbereich und Freiflächen für die sportliche Betätigung. Die Sporthalle ist auch völlig autark unabhängig von der Schule nutzbar.

Lageplan
Ansicht Eingansseite
Nordansicht Hofansicht mit Sporthalle